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Lesestörungen und Leseschwäche


Verminderte Leistungen des Gedächtnisses und des Abrufs von Lautfolgen

Wurden zu lesende Wortsegmente vom visuellen System korrekt analysiert, so müssen die gesehenen Wortsegmente mit den richtigen Lautfolgen in Verbindung gebracht werden. Diese Fähigkeit kann aus verschiedenen Gründen vermindert sein. Eine Störungsform besteht darin, dass der Weg von Strukturen des visuellen Cortex zu Hirnstrukturen, in denen die zugehörigen Lautfolgen gespeichert sind, in seiner Funktion beeinträchtigt ist. Eine andere Ursache liegt darin, dass das Gedächtnis für Lautfolgen störungsfrei erreicht wird. Die Fähigkeit des Gedächtnisses, Lautfolgen zu speichern, kann jedoch beeinträchtigt sein. Typisch hierfür ist die häufig zu beobachtende Verwechselung von Buchstaben, wie z. B. „b“ und „d“, „p“ und „q“ oder „m“ und „n“. Diese Kinder können nicht behalten, welcher Laut mit dem „d“ und welcher mit dem „b“, welcher mit dem „p“ und welcher mit dem „q“, welcher mit dem „m“ und welcher mit dem „n“ verbunden ist. Andere Kinder wiederum können diese Buchstaben durchaus richtig benennen, wenn sie genügend Zeit haben, die richtigen Laute im Gedächtnis zu suchen. Treten diese Buchstaben aber innerhalb eines zu lesenden Textes auf, so werden sie immer wieder falsch gelesen. Der Grund dafür besteht oft darin, dass der Abruf des zu einem Buchstaben oder einer Buchstabenfolge gehörenden Lautes bzw. einer Lautfolge, bei manchen Kindern mehr Zeit benötigt als bei anderen. Der Versuch, einen Text flüssig zu lesen, lässt manchen Kindern nicht die für diesen Abruf benötigte Zeit, und es treten Fehler auf. Solche Fehler lassen sich leicht durch die Verlängerung der Abrufzeit vermieden. Gibt der PC z.B. ein bestimmtes Zeitintervall nach Erscheinen eines Wortsegments ein Signal, das besagt, dass das Kind nicht vor ertönen dieses Signals mit dem Aussprechen des Wortsegments beginnen darf, so lässt sich durch variieren dieses Zeitintervalls leicht ermitteln, wie lange die Abrufzeit des Kindes sein muss. Bei vielen Kindern fällt die Fehlerrate drastisch ab, sobald genügend Abrufzeit zur Verfügung steht. Die Fehlerzahl steigt unmittelbar wieder auf das Ausgangsniveau wenn die Abrufzeit über eine bestimmte Grenze hinaus verkürzt wird. Handelt es sich um einen reproduzierbaren Effekt, so ist die zu kurze Abrufzeit eine hinreichende Bedingung für das Auftreten der Lesestörung und kann logisch korrekt als ihre Ursache betrachtet werden.

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Datum der letzten Änderung: 14.08.2018Copyright 2005 - 2018 celeco GmbH - Allgemeine Geschäftsbedingungen - Impressum - Datenschutz