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Lesestörungen und Leseschwäche


Diagnostik der Ursachen und Ursachen gerichtete Therapie

Die Ursachen für Lesestörungen lassen sich dadurch ermitteln, dass mögliche Ursachen für die Lesestörung wiederholt nacheinander ausgeschaltet werden und dass untersucht wird, ob die Lesestörung daraufhin unmittelbar verschwindet. Das Ausschalten von Bedingungen geschieht dadurch, dass die zu lesenden Wortsegmente, Wörter oder Sätze auf einem Monitor unter solchen Bedingungen geboten werden, dass bestimmte mögliche Ursachen für Lesestörungen nicht mehr auftreten können (Werth 2007, Werth et al. 2001-2012). Zwei Therapieformen sind zu unterscheiden: eine Therapie zur Steigerung einer eingeschränkten Leistung und eine Therapie zur Kompensation der eingeschränkten Leistung. Die Therapie zur Verbesserung einer eingeschränkten Leistung besteht darin, dass die verminderte Fähigkeit eines Kindes, z.B. die Fähigkeit, nur 3 Buchstaben gleichzeitig erkennen zu können, durch ein systematisches Training soweit zu verbessern versucht wird, dass mehr als 3 Buchstaben simultan erkannt werden können. Eine solche Therapie ist jedoch langwierig und stößt meist an biologische Grenzen. Die kompensatorische Therapie besteht hingegen darin, dass das Kind eine Lesestrategie erlernt, mit der es, obwohl es nur 3 Buchstaben gleichzeitig erkennen kann, dennoch fehlerfrei liest. Diese kompensatorische Therapie führte unmittelbar zum Erfolg wenn die Kinder die für sie geeignete Lesestrategie befolgten (Werth 2007; Klische 2007). Der PC gibt bei dieser Therapie an, wo das Kind hinschauen muss, wie lange es jeweils fixieren muss, wie viele Buchstaben es simultan erkennen soll, wann es mit dem Aussprechen beginnen soll, wie groß die Blicksprünge sein sollen etc. Da nicht alle Kinder gleich lang fixieren müssen, nicht alle die gleiche Anzahl Buchstaben simultan erkennen können, nicht alle gleich lange Zeit brauchen, bis sie mit dem Aussprechen beginnen können, muss die Lesestrategie auf jedes Kind angepasst werden. Wird die Lesestrategie am PC beherrscht, lernt das Kind diese auf das Lesen eines normalen Textes zu übertragen. Im Fall einer Leseschwäche reicht es oft bereits aus, die Schulangst zu beheben oder die Motivation zu steigern, damit die Fixationszeiten sich verlängern, mehr Buchstaben gleichzeitig erkannt werden, die Blicksprünge angepasst werden und der Abruf aus dem Gedächtnis sich verbessert. In zwei früheren unabhängigen Studien konnte gezeigt werden, dass die Fehlerrate beim Lesen sich auf diese Weise innerhalb einer einzigen Stunde um etwa zwei Drittel verringern lässt. Die beiden Kontrollgruppen, in denen die Ursachen für die ┬äLesestörung┬ô bestehen blieben, reduzierte ihre Fehlerzahl dagegen nicht (Werth 2006, 2007, Klische 2007). Eine neue Studie bestätigte diese Ergebnisse. In dieser Studie ließ sich nachweisen, dass es sich bei der Verbesserung der Leseleistung nicht um einen von der Kompensation unabhängigen Übungseffekt im Rahmen der Therapie handelt, sondern um die Folge einer von der Leseübung unabhängige Kompensation der Ursachen. Über den Vergleich der Therapie- und Kontrollgruppe hinausgehende Einzelfallanalysen zeigen, in welcher Weise eine unmittelbare Verbesserung der Leseleistung durch die Interaktion der Augenbewegungssteuerung, der Fixationszeiten, dem Simultanerkennen, der Struktur des Aufmerksamkeitsfeldes und dem Abruf zu einer Buchstabenfolge gehörenden Lautfolge zustande kommt. Besteht nur eine Leseschwäche, so kann diese oft bereits dadurch ausgeräumt werden, dass die psychologischen Faktoren, die zu dieser Leseschwäche führten, beseitigt werden. Investiert ein Kind dann mehr Mühe in den Leseprozess und in das Verständnis des Textes, so normalisieren sich die unter (a) ┬ľ (f) angeführten Leistungsschwächen meist von selbst.

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